Lernbehinderung
Eine
Lernbehinderung ist durch ein langandauerndes und umfassendes
Schulleistungsversagen definiert. Das bedeutet, dass die schulischen
Leistungen über einen längeren Zeitraum hinweg so
mangelhaft sind, dass der Besuch einer normalen Schule nicht als
sinnvoll erachtet wird. Sollten die Lehrer zur Überzeugung
gelangen, dass ein Schüler den Anforderungen an den normalen
Unterricht nicht gewachsen sei, wird ein Prüfungsverfahren
durch sonderpädagogisch geschultes Personal eingeleitet, in
dem festgestellt werden soll, ob der betreffende Schüler die
Kriterien einer Lernbehinderung erfüllt.
Sollte dieser Test positiv ausfallen, wird den Eltern nahe gelegt, ihr
Kind in einer Förderschule unterrichten zu lassen. Der Besuch
einer Förderschule ist jedoch freiwillig, wenn die Eltern
nicht vom erhöhten Fürderbedarf ihres Kindes
überzeugt sein sollten, steht es ihnen frei, ihr Kind trotz
positiver Tests weiterhin auf eine normale Schule zu schicken.
Eine Lernbehinderung kann viele Ursachen haben. Zum einen kann eine
Lernbehinderung in einer leichten geistigen Behinderung
begründet liegen. Häufig sind auch
Verhaltensstörungen dafür verantwortlich, dass der
betreffende Schüler hinter den Mindestanforderungen einer
normalen Schule zurückbleibt.
Auch Sprachstörungen und
Hörbeeinträchtigungen können eine
Lernbehinderung verursachen. Die Erforschung der Ursachen des Problems
kann hier eine wichtige Hilfestellung geben. Zum einen können
manche Probleme separat behandelt oder sogar geheilt werden, zum
anderen kann die spezielle Förderung eines Schülers
auf dessen Probleme abgestimmt werden.